Rom 2019

in Arbeit

aber soviel vorab: es sollte unvergesslich werden!
Weil jede Stadt mit DIR noch schöner ist!!!

Vor den ersten Bildern könnt ihr euch hier die Sixtinische Kapelle mal in Ruhe ansehen, es lohnt sich.

01. November 2019

Flughafen Köln-Bonn nach Rom-Fiumicino

Nach gut 2 Stunden Flug suchten wir unseren beguchten Bus der uns nach Termini bringen sollte.
Mit Sicherheit waren wir 1 Kilometer unterwegs bevor wir den Bussteig erreichten.
Es ging alles sehr gesittet, mit deutscher Gründlichkeit, über die Bühne. Anstehen, Ticket prüfen, Gepäck verstauen und schon ging es los.
Nach gut 40 Minuten waren wir auf Höhe der Basilica Papale di Santa Maria Maggiore und standen!
Ungefähr 500 Meter vor Termini ging nichts mehr, es bewegten sich nur noch Fußgänger, Rollerfahrer und die Hände der Autofahrer.

Dieses letzte Stück im Bus dauerte ungefähr 20 Minuten.
Wir waren „Opfer“ einer großen Demo in der Stadt, da waren einige Straßen gesperrt.

Endlich hatten wir unser Gepäck und wior machten uns per Pedes auf zu unserem Hotel Nicolas Inn.
Immer schön mit den Demonstranten, die auf der Straße und wir auf dem Bürgersteig, wurden wir von reichlich Polizisten begleitet.

Ja wo war denn nur unser Hotel? Das Smartphone gab uns zu verstehen das wir schon zu weit waren. Sehr merkwürdig.

Aber dann: ein kleines messingfarbenes Schild an einer Haustüre.
Eine enge Treppe hoch und „schon“ hatten wir eines der 5! Zimmer in Beschlag genommen.

Nach sehr ausführlicher Info durch den Vermieter, mit Stadtplan, besuchten wir
gleich um die Ecke das Fafiuche und kamen erstmals zum Aperitivo

Der perfekte Start für einen Abend in Rom. Eigentlich perfekt für jeden Abend.
Lecker preiswert, gute Auswahl an Speisen und an Wein sowieso.

Danach sind wir dann mal eben zum Colosseum, es liegt ja gleich um die Ecke.
Zuerst haben wir am Colosseum ein kurzes Video zu Kevin`s Geburtstag gemacht und dann haben
wir uns diesem beeindruckenden Bauwerk gewidmet.
Toll, vor allem in der Nacht. Unglaublich wie viele Menschen unterwegs waren!

Wir genossen sowohl das Bauwerk als auch diese wunderbare Stimmung.

Da wir ja schonmal unterwegs waren gingen wir am Forum Romanum vorbei
zur Staue von Romulus und Remus über den Campidoglio, von Michelangelo entworfen, und dann kreuz und quer am Pantheon vorbei, weiter zur Chiesa di San Marcello al Corso, da konnten wir noch rein, zurück über die Piazza Venezia, um Denkmal des Vittorio Emannuele II bis wir schließlich wieder
am Hotel ankamen. Geschafft.
Natürlich mal wieder zu viel des Guten, für den 1. Abend eindeutig. Hoffen halten die Schuhe bis zum Rückflug! 😉

02. November 2019

Auf zum Frühstück ins „Ciardi Caffè Ristorante“, denn im Hotel gibt es kein Frühstück.
Aber wir bekamen jeden Morgen einen Gutschein für das Ciardi. Perfekter Kaffee, was will man mehr.

Frisch gestärkt und mit Tickets für den öffentlichen Verkehr in der Tasche gingen wir zur Station Termini um uns dann in den vollen Bahnhof zu begeben.
Es war ja auch Samstag, gefühlt stand halb Rom am Bahnsteig. Die 1. Bahn konnten wir gar nicht nehmen, aber dann klappte es mit der 2. Bahn zur Villa Borghese.
Dort spazierten wir durch den wirklich großen Park, ziemlich orientierungslos, aber schön war es trotzdem.

Schließlich gingen wir vorbei am Nobelhotel Hassler und kamen zur Trinita dei Monti oberhalb der Spanischen Treppe. Natürlich mussten wir uns das Treiben erst einmal ansehen, aber bald zogen wir weiter, vorbei an der Villa Medici zur Terrazza del Pincio mit ihrem herrlichen Blick auf die Piazza del Popolo.

Es war herrlich die Sonne schien und wir genossen die Zeit.

Irgendwann mussten wir aber doch weiter und da fiel mir die „Fiaschetteria Beltramme“ auf der Via della Croce ein. Dort waren wir schon vor 7 Jahren, nachdem wir die Spanische Treppe im strömenden Regen erlebt hatten. Aber heute schien die Sonne.

Wir bekamen einen Tisch vor dem Lokal und ließen sich unsere Füße erholen.

Nach dem leckeren Lunch schlenderten wir durch die Straße, aßen noch ein Eis und begaben uns auf den Weg zur Spanischen Treppe.
Und jetzt? Es fing an zu regnen, wie vor 7 Jahren! ;(

So schnell wie wir das gerne gehabt hätten hörte es auch nicht auf zu regnen und wir suchten, leicht feucht, eine Bushaltestelle.
Wir setzten uns noch für einen Drink in die Bar des Hotel Homs, warteten bis der Regen etwas nachließ und befragten das Handy nochmal in Ruhe nach der besten Busverbindung zu Hotel.
So wirklich hörte es nicht auf zu regnen. Aber Hauptsache wir saßen trocken im Bus und konnten uns später ein paar trockene Sachen anziehen.

Der Abend war noch nicht vorbei.

Trocken und wieder hungrig ging es dann mal kurzerhand zur Piazza Navona, jetzt aber mit Schirm.

Die von mir rausgesuchten Lokale, die Pizzeria Da Baffetto und das Da Baffetto 2 wurden trotz des Regens belagert. Man stand im Regen Schlange um einen Tisch zu bekommen, unglaublich.

Nachdem wir auch keine Lust mehr hatten noch weiter durch den Regen zu laufen aßen wir schließlich im Mimi e Coco und waren damit sehr zufrieden. Satt und wieder leicht feucht erreichten wir, mit deutlich erfülltem Schrittziel unser Nicolas Inn.

03. November 2019

Auch dieser Tag trägt wieder einen alten Filmtitel: So weit die Füße tragen.
Lässt sich wohl irgendwie nicht vermeiden.

Nach dem Frühstück ging es dann los. Vom Ciardi Caffè vorbei am Forum Romanum zum Kapitol, einem der 7 Hügel Roms.
Über die Via del Teatro di Marcello zum Bocca della Verita, dem Mund der Wahrheit.
Aber die Entscheidung beim Anblick der Menschen fiel sehr schnell: wir müssen ihn nicht sehen und ein Foto machen.

Weiter ging es über den Tiber in den Stadtteil Trastevere. Alt und urtümlich zeigen sich die Häuser und Gassen.
Schatten die vielen Platanen in den Straßen und natürlich gab es auch hier eine Pause mit Espresso und Wasser in einer der vielen kleinen Bars.
Wir suchten den Mercato di San Cosimato aber da hatten wir den falschen Tag ausgewählt, wir fanden den Platz aber hier spielten nur ein paar Kinder Fußball. Schade, Planungsfehler.

Wir marschierten also weiter zum „Sfiato Condotta Acqua Paola“ einem historischen Brunnen unmittelbar am Aufstieg zum Gianicolo, einem anderen der Hügel Roms.
Vorbei am Mausoleo Ossario Garibaldino, einem Mausoleum für Soldaten des 18. Jahrhunderts, zur Fontana Paola , leider versperrte uns hier ein Bauzaun die uneingeschränkte Sicht.
Weiter ging es im Schatten der Bäume berauf zur Piazzale Giuseppe Garibaldi auf dem Gianicolo. Was für eine Aussicht auf die Stadt! Toll.
Auch kann man von hier oben den Petersdom gut sehen. Ein Espresso und die Pause machten uns wieder fit für den Abstieg.

Da ich ja einiges vorbereitet hatte kamen wir „zufällig“ bei Peppo als Cosimato vorbei und mussten natürlich rein.
Zu dieser Tageszeit, ca. 14:30 Uhr, war es ziemlich leer im Lokal.
Wir bekamen einen schönen Tisch, einen überteuerten Aperitif 😉 und anschließend die wohl beste Pizza unseres Lebens!
Unglaublich lecker.
Wir konnten uns kaum vorstellen das eine Pizza so schmecken konnte, aber unser Essen sah aus wie eine Pizza und so war es auch auf der Speisekarte zu lesen.
Was soll ich sagen? Satt waren wir anschließend auch noch. Lediglich den Aperitif hätten wir uns aufgrund des Preises sparen können, aber wir hatten ja Urlaub und die Pizza entschädigte uns mehrfach.

Zurück über die Ponte Garibaldi steuerten wir den Schildkrötenbrunnen an, aber nicht ohne uns vorher noch einen Espresso im Bistro Tiepolo zu gönnen. Es war auch reichlich warm an diesem 3. November und da tat jede Pause gut.

Über verwinkelte Gassen erreichten wir den kleinen Platz (Piazza Mattei) mit dem Schildkrötenbrunnen.
Viele kleine Läden säumten den Platz und die Straßen rund um den Brunnen.
Eine schöne Atmosphäre unweit des Trubels der Großstadt.

Um ins Hotel zu kommen nahmen wir ab der Piazza Venezia den Bus über Termini zum Hotel.
Warum eigentlich, wir hätten auch laufen können….

Aber jetzt musste noch ein Absacker her.
So gönnten wir uns unweit des Hotels ein Glas Wein – vielleicht auch zwei – sowie etwas Käse, Brot und Oliven.
Ich denke das hatten wir uns verdient.

4. November

Heute geht es rund.
Daher erst einmal zum Bahnhof Termini und mit der U-Bahn zur Haltestelle Ottaviano.
Wir sind pünktlich und können gemütlich zum Treffpunkt „Enjoy Romke by Travel abaout“ an der Via Espasiano.
Die Tickets für die Vatikanischen Museen hatte ich bereits zuhause über Get your Guide gebucht.
Und nicht nur dieses. In einer von Touristen „heimgesuchten“ Stadt wie Rom kann ich das nur empfehlen.
Es spart auf alle Fälle viel Zeit.

Unsere Reiseleiterin, eine gebürtige Schweizerin deren Namen ich vergessen habe, machte uns mit einigen Gepflogenheiten in Rom vertraut und erklärte uns in aller Ruhe wie unsere Führung in den Museen abläuft. Schließlich mussten wir ja zusammenbleiben und durften uns nicht verlieren, besonders wichtig in der Sixtinischen Kapelle.

Sie freute sich auf die Museen da ja heute so wenig los sei und wir viel sehen könnten.

Wir fanden zwar keine lange Warteschlange vor dem Eingang zu den Museen, aber im Eingangsbereich war für mein Empfinden der Teufel los.
Brav warteten wir und wir bekamen unsere Eintrittskarten überreicht.

Die Treppe nach oben und erst einmal an die frische Luft: Cortile della Pinacoteca.
Hier standen wir im Halbkreis mit einem schönen Blick auf die Kuppel des Petersdom.

Was nun folgte kann man eigentlich nicht beschreiben. Reizüberflutung trifft es ganz gut.
Hinter den Mauern des Vatikan lauern Schätze in einer solch großen Zahl das man es kaum glauben kann.
Ob es die Laokoon Gruppe ist oder riesige Wandbemalungen, Wandteppiche, Figuren, Mosaike – man kann gar nicht alles aufnehmen.

Menschenmassen schoben sich durch die Museen und unsere Reiseleiterin meinte: solang wir den Fußboden noch sehen können ist es nicht voll.

Jetzt sollte der Höhepunkt kommen: die Sixtinische Kapelle. Ein Link hierzu ist ganz am Anfang des Berichtes zu finden.
Wir bekamen folgende Vorgabe: ihr habt 20 Minuten Zeit und dann treffen wir uns an der Türe hinten rechts um dann in den Petersdom zu gehen.
Bitte seid pünktlich. Sucht in der Kapelle einen Sitzplatz und versucht die Deckengemälde auf euch wirken zu lassen.

Die Tür geht auf und es war nur noch voll und laut.
Jeder Quadratmeter war besetzt, an einen freien Platz brauchte man gar nicht zu denken.
Zwischendurch riefen die vertretenen Mitarbeiter des Museums über die installierten Lautsprecher:
Silentium, Silence please, no Photos, no Film!

Durch diese Menschenmassen und die Lautstärke konnte man die Arbeiten von Da Vinci nicht genießen.
Uns waren diese 20 Minuten viel zu lang.
Endlich wurden wir über unsere Ohrhörer erinnert die hintere rechte Türe aufzusuchen.

Ja, der Abschluss war anders als wir es erwartet hatten, aber wir können jedem empfehlen
einmal die Vatikanischen Museen zu besuchen. Ob man nun kunstinteressiert ist oder nicht, es lohnt sich.

Danach ging es dann ohne weiteren Kontrollen in den Petersdom.
Wie beim ersten Besuch zeigt er sich sehr beeindruckend

Wir gingen auch eine Etage tiefer zu den Papstgräbern.
Aber die meiste Zeit verbrachten wir im Dom, mit seinen großen Kuppeln, den Malereien und den seitlichen Kapellen.

Gerne hätten wir uns noch den Campo Santo Teutonico, den Deutsche Friedhof, angesehen aber der war zu dieser Zeit geschlossen.

So machten wir eine Pause vor einer kleinen Bar und ließen noch einmal die ganzen Eindrücke von dem Vatikanischen Museum Revue passieren.

Gestärkt und wieder bei Kräften ging es zum Mercato dell`Unita, aber auch hier waren wir zu spät.
Nur noch sehr wenige Stände hatten geöffnet, schade.

Ich hatte ja noch was im Hinterkopf. Weiter ging es die endlos langen Straßen zur Piazza Cavour.
Das Ziel: die Bar Camillo B..
Ein wunderbares Lokal. Die Bedienung mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte.

Hier mussten wir etwas kleines essen.
Ich bestellte mir einen Nogrini und stieß auf Unverständnis. Wieso versteht der Kerl mich nicht?
Die Bestellung wurde wiederholt: schulterzucken war die Reaktion. Als ich meine Bestellung zum dritten Mal wiederholen wollte
fiel mir auf wo der Fehler liegt, nämlich bei mir! Der Drink heißt Negroni und hier findet ihr das Rezept.
Wie peinlich, aber der Kellner hatte Verständnis und lächelte und als ich auch noch meine Scherze
über meine Namensgebung machte war alles wieder gut.

Zuhause waren wir aber noch lange nicht. Mittlerweile war es dunkel und so konnten wir noch einige Aufnahmen rund um die Engelsburg machen.
Dann nur noch kurz über den Tiber und schon (20 Minuten später) waren wir an der Hosteria Grappolo d`oro und wir bekamen sogar noch einen Tisch.

Dieser Abschluss hat sich gelohnt. Richtig lecker war`s.

Ich hatte mich auf den (?) „Percorso Romano“ gefreut.
Leider müssen alle Personen am Tisch dieses Gericht bestellen und für Anne wäre es zu viel gewesen.
Für mich wohl auch …..
Dann eben beim nächsten Mal.
Der Percorso Romana besteht aus: Antipasto (gemischte Vorspeisenplatte), Primo (Auswahl aus drei typisch römischen Pasta-Gerichten), Secondo (Auswahl aus drei typisch römischen Hauptgerichten), Contorno (1 Beilage), Dolce (Nachtisch) und Wasser.


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