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Jetzt sitze ich hier mit einem Arran 18 mit 46% Alc. und versuche mich mal in Notes, die allerdings
mit nichts und niemandem konkurrieren sollen und schon gar nicht können. Es ist eher für mich und für alle die daran Spaß haben.

Nase: Sehr würzig und ein Anflug von Obstsalat. Dunkle Früchte mit einer Note von reifen Orangen.
Zimt, oftmals erwähnt (gucke ja auch Videos), nehme ich nicht wahr. Eher eine Würze die vom Fass her rührt. Voll und satt kommt der Arran daher.

Mund: ein starker Antritt ohne zu alkohollastig zu sein, denn den Alkohol spürt man kaum.
Die Früchte holen sich im Mund ihren Raum, sehr intensiv mit braunem Zucker. Intensiv und kräftig. Ein Genuss.

Abgang: alle Eindrücke wiederholen sich. Sehr lecker. Man möchte gleich nachschenken.
Den Abgang würde ich als sehr angenehm und mittellang bis lang bezeichnen.

Er ist nicht preiswert, für meinen Geschmack aber eine lohnende Investition


Im Glas ein Tamdhu Dun Bheagan 15 Jahre 1990-2005, Vintage Bottling, Port Finish 43% Alc.

Nase: Sofort ist die (Port-) Weinnote da, reife dunkle Früchte. Könnte Kompott aus Pflaumen und Pfirsich sein.
Nach kurzer Zeit etwas leichter werdend, der Alkohol tritt zurück. Trockenfrüchte und eine entsprechende Süße.

Mund: Leicht prickelt der Alkohol auf der Zunge, etwas pfeffrig. Wärmend, weich und sehr angenehm.
Ich schmecke Rosinen evtl. einen Hauch Marzipan, vielleicht. 😉

Abgang: Wärmend und mittellang. Die leichte Pfeffrigkeit verliert sich schnell, die Süße bleibt am Gaumen.

Sehr angenehmer Whisky den man auch mal im Sommer trinken kann.


Bushmills Steamship Collection – Port Cask 40% Alc.

Nase: eine leichte Weinnote (ist das schon Port?), der Alkohol ist kaum spürbar.
Ein Hauch Mandarinen, etwas Bisquit vielleicht und ein wenig süß.

Mund: Der Alkohol ist jetzt auf der Zunge spürbar (wo kommt der denn her?) sehr würzig.
Eindeutig Port, langsam trockener werdend.

Abgang: eher kurz und relativ trocken, eine leichte Schärfe.

Nicht wirklich komplex, aber ein leckerer Whiskey der sehr unkompliziert ist. Ich mag den.


Ich wollte gerade schreiben das ich hin und wieder eine Zigarre rauche, im Laufe der Zeit aber festgestellt habe das es mir mit Whisky irgendwie den Genuss nimmt und zwar am Whisky.
Ständig habe ich den Rauch der Zigarre „im“ Whisky, mir gehen Aromen verloren und dafür ist mir einfach der Whisky zu schade.
Aber all das hat Pat Hock in seinem Video leider gut beschrieben.
Danke Pat. 🙁



The Maltman, Ben Nevis ,19 Jahre, 47,5% Alc. aus einem Fino Sherry Fass. Fass-Nr.: 789, Flaschen: 182

Lange hatte ich den nicht mehr im Glas, aber bei den Temperaturen kein Wunder.

Nase: Bumm! Sherry, reife dunkle Früchte, so etwas wie Leder, Vanille natürlich und der Alkohol ist kaum zu spüren
ein harmonischer Whisky mit einer leichten Malznote und einer Spur von verschiedenen Gewürzen, frisch gemörsert.

Mund: Der Alkohol macht sich bemerkbar aber nicht zu stark, eher sehr angenehm. Ich spüre eine leichte Pfeffernote.
Es erinnert mich an Kompott, ich kann mich aber nicht wirklich entscheiden, irgendwas aus Kirschen oder/und Pfirsischen.

Abgang: Er ist mittellang bis lang. Es bleiben die Gewürznoten, die Sherrysüße tritt in den Hintergrund.

Alles in allem ein komplexer Whisky der Spaß macht.


Highland Park, Wings of the Eagle ,16 Jahre, 44,5% Alc. gelagert in ausgewählten Eichenfässern.

Mein erster HP war der 18-jährige und der war ein Traum.
Leider schwingt man bei Highland Park immer mehr die Marketing-Keule.
Diese ganzen Serien halte ich für nicht nötig, jedenfalls aus meiner Sicht. HP sieht das sicher anders.
Ähnlich wie bei Ardbeg versucht man neue Whisky`s zu hypen. Da leidet die Qualität und der Verbraucher, denn der zahlt die Zeche.

Oben seht ihr kein Bild vom Whisky da ich mir lediglich ein Sample bestellt habe.

Nase: Er ist würzig, aber nicht aufdringlich. Er wirkt rund, duftet nach Kardamom und Piment.
Nach dem halben Gewürzregal folgt die Sherry-Süße, etwas Traubengelee (wie die von Marion),
dunkle Schokolade und Trockenfrüchte.
Könnte ich das doch nur alles aufschlüsseln! Es macht Spaß den Whisky mit der Nase zu erkunden.

Mund: Weich und rund ist er auch im Mund, aber sofort schlägt die Würze zu, ein leichtes Prickeln auf der Zunge.
Dann spürt man wieder die Süße im Mund, die Schokolade vermisse ich hier.

Abgang: Mittellang bis lang ist der Abgang. Die Würze verschwindet langsam, er wirkt wärmend und die
dunkle Schokolade macht sich wieder bemerkbar, wie schön.

Die HP-typische Rauchnote kann ich nicht spüren, aber ich vermisse sie auch nicht.
Schade das ich nur ein Sample habe 😉
Ein Highland Park der mir wieder sehr gut gefällt. Für knapp 90 Euro erwarte ich das eigentlich auch.


Da habe ich doch noch ein Sample des Benriach 20 Jahre mit 43% Alc. im Schrank „gefunden“.
Jetzt habe ich da Lust drauf.

Mittlerweile steht er schon etwas im Glas und ich kann nur sagen: es duftet!

Nase: kraftvoll und würzig mit Honignoten an erster Stelle, ein wenig Vanille und dann dominieren Holztöne.
Aber immer wieder ist der Honig spürbar. Toll, ich traue mich gar nicht den guten Tropfen zu trinken. Welch ein Aroma!
Die Würze tritt etwas hervor, der ist definitiv alt.

Mund: sehr rund und voll tritt er an. Trotz der „nur“ 43% prickelt es leicht auf der Zunge.
Dunkele Schokolade, Nüsse und wieder der Honig. Es läuft einem das Wasser im Mund zusammen.
Wieso habe (hatte) ich nur ein Sample?

Abgang: nicht so lang wie erwartet, eher kurz, mit gutem Willen mittellang.
Eine leichte Bitterkeit ist da und eine Malzigkeit spüre ich. Das war`s dann auch schon.

Fazit: obwohl der Abgang etwas enttäuschend ist aber die Nase überragend, hatte ich einen sehr schönen Tropfen im Glas.
Die Flasche für rund 80,- EURO ist nicht preiswert, aber für einen 20 Jahre alten Whisky durchaus vertretbar zum jetzigen Zeitpunkt.


Michel Couvreur
Ein paar Samples stehen mir zur Verfügung, der Cap a pie, Candid (leicht rauchig), Overaged CS und der Blossoming Auld Sherried

Man muss schon sagen das es die Flaschen in sich haben. Es ist nicht nur die Qualität sondern auch die Quantität, denn einige Flaschen scheint es nur in der Größe „Magnum“ zu geben.
Demnach sind auch die Preise. Der Cap a Pie kostet zur Zeit im Brühler Whiskyhaus rd. 49,- Euro und da kann man nicht meckern. Beim Blossoming Auld Sherried sind wir aber schon bei
179,- Euro (0,7L) angekommen und das muss man erst einmal ausgeben wollen.

Mein kurzes Fazit aus den bisherigen Verkostungen der Whisky`s:
Der Cap a Pie ist ein einfach zu verkostender Whisky der keine großen Hürden aufstellt. Weich, rund und süß und jeden Cent Wert.

Der rauchige unter den Vieren ist der Candid. Ich habe ihn gestern erneut probiert und ich fand ihn sehr angenehm. Der Rauch kommt nicht mit Gewalt und es gibt keine phenolische Note.
Im Hintergrund erschließt sich schnell eine Weinnote. Er hat einen würzigen Antritt.

Michel Couvreur Overaged CS: kräftig im Antritt, mit seinen 52% auch kein Wunder. Später macht sich Sherry breit.

Blossoming Auld Sherried: der Preis von 179,- Euro ist sicher eine Ansage, aber der Whisky ist unheimlich komplex.
Er braucht, wie eigentlich auch die anderen 3, etwas Luft zum atmen. Dann kommt er gewaltig. Süßer Sherry ist deutlich spürbar, im Gaumen ist er sehr ölig und füllt den Mundraum komplett aus.
Renè Tröger, von ihm habe ich die Samples gekauft, hat mir besonders diesen Whisky empfohlen. Ich tat meinen Unmut darüber kund das ich keinen Macallan gefunden habe der mir gefällt.
Vor allem bei den aufgerufenen Preisen war ich bisher doch ziemlich enttäuscht.
Ich muss ihm Recht geben, diesen Whisky würde ich auch einem Macallan 18 vorziehen. Top.
Aufgrund des Preises wird es bei mir höchstwahrscheinlich bei dem Sample bleiben. 😉


Scotia Spirit
Glenmorangie Lasanta. Den hatte ich bisher noch nicht gekostet.
Ein schöner milder Sherry-Whisky in angenehmer Trinkstärke (43% Vol.) abgefüllt.
Das war ein guter Einstieg um die Zunge auf weiteres vorzubereiten.

Dann entschied ich mich für einen Ancnoc 18 aus dem Haus Knockdhu.
Vollmundig, süß und ein deutlicher Eichenanteil. Die Gewürze sind deutlich durch die 18-jährige Reifung.
Angenehm zu trinken. Nichts außergewöhnliches, aber nicht abzulehnen 😉
Das PLV ist durchaus gut.

Und dann sprang ich auf den Zug auf. Den Zug nach Glenallachie.
Unser Begleiter durch den Abend Craig Ian Fyfe empfahl den Glenallachie 15 und jeder wollte plötzlich mal einen Schluck.

Und das war die Überraschung des Abends. Ein dunkler und nicht gefärbter Whisky mit einem wuchtigen Sherryaroma.
Kräftig, süß und schwer. Ein Nase voll Kompott und Honigsüße. Betörend.
Überwältigend im Geschmack, volle Würze und immer wieder diese Sherrysüße mit Vanille gepaart.
Was für eine Bombe.
Sicher gibt es bessere und komplexere Whiskys, aber der ist sein Geld wert.
Und eine solche Süße bei einem Whisky hatte ich wohl noch nicht.
Ich glaube das mein nächster Kauf genau diesem Whisky gilt.

Es gab auch noch den ein oder anderen in Fassstärke zu trinken u.a. einen Glenturret von G&M, einen Glenallachie von Octave
oder einen Auchroisk von James Eadie, keiner war ein schlechter!!

Alles in allem muss ich sagen das ich hier nicht zum letzten Mal war.
Auch kann man im Tearoom mal in aller Ruhe einen Afternoon – Tea zu sich nehmen, ob in der Ladies oder der Gentleman`s Ausführung.
Für mich ist es wichtig das Scones auf dem Tisch sind!!

Auf jeden Fall Daumen hoch für den Abend mit Rudi im Scotia-Spirit in der Friesenstraße in Köln.


Heute im Glas ein Mortlach vom unabhängigen Abfüller A.D. Rattray
17 Jahre alt im Sherry Cask gereift und mit 56,3 % Vol. abgefüllt.

In der Nase ist er recht mild, denn der Alkohol hält sich dezent im Hintergrund.
Man erkennt leichte Sherry-Noten, es riecht nach reifer Birne, Vanille und etwas nach Butterkuchen. Reife Trauben kommen durch.
Mit etwas Wasser wird er etwas buttriger, eine leichte Marzipan-Note glaube ich zu riechen.

Im Mund ist der Alkohol deutlich zu spüren, eine Ingwerschärfe macht sich breit. Erst allmählich wird er süßer.
Ein paar Tropfen Wasser machen ihn etwas schärfer aber auch süßer.
Man spürt eine deutliche Würze, meiner Meinung nach eine Mischung aus Nelke und Ingwer.
Die Würze passt sehr gut zur Sherry-Note.

Der Abgang ist mittellang, pfeffrig und süß zugleich.
Die Zugabe von Wasser lässt den Abgang länger werden und er erscheint noch süßer.

Ja, ich würde ihn nochmals kaufen, zumal der Brennerei-Character nicht verloren gegangen ist.

Ein feiner Tropfen.


Jetzt mal was besonders:
Eine Gruppenabfüllung für die „Hocksheads“: es ist ein Glenallachie mit 60,5% Vol. 324 Flaschen gibt es nur.

Nach ca. 15 Minuten im Glas ohne Wasser sammle ich die ersten Eindrücke.
Der Duft hat sich schon im Wohnzimmer breit gemacht.
Nase:
kräftiger Antritt, Pflaumenkompott mit Gewürzen wie Kardamom und vielleicht etwas Zimt. Der Alkohol ist kaum spürbar, also schön eingebunden.
Etwas später kommt ein Hauch von Glühwein.
Mund:
er macht sich breit – sehr mundfüllend.
Der Alkohol schiebt und hinterlässt eine pfeffrige Schärfe.
Er ist ölig auf der Zunge und die PX-Süße lässt sich nicht leugnen.
Abgang:
mittellang, trocken werdend und leicht metallisch.

Nun mit Wasser
Nase:
nach wie vor kräftig aber weicher (wärmer).
Kompott und Gewürze bleiben, sind aber gefälliger
Mund:
er bleibt kräftig wird aber süßer, die pfeffrige Schärfe bleibt.
Eine tolle Mischung.
Er füllt immer noch den ganzen Mund aus, Speichelfluss setzt ein.
Abgang:
mittellang, nicht mehr ganz so trocken.
Die metallische Note tritt etwas in den Hintergrund – oder ich habe mich daran gewöhnt.
Ein sehr leckerer Malt in Fassstärke dem man seine 5 Jahre kaum anmerkt. Ich hab ihn auf mind. 7 Jahre getippt.
Etwas Wasser lässt ihn sich richtig entfalten.


Gestern Abend hatte ich 2 Whisky`s aus einer Brennerei zum Vergleich im Glas:
Glenmorangie Quinta Ruban 12 Jahre und den neuen Quinta Ruban 14 Jahre
beide mit einem Portwein – Finish und mit 46% Vol. abgefüllt, also genau mein Beuteschema.

Zuerst einmal konnte ich keinen Unterschied feststellen.
Nach ca. 15 Minuten im Glas war der 12-jährige kräftiger in der Nase, der 14 zurückhaltender und etwas floraler.
Alles in allem war der Unterschied doch gering. Über die Farbe braucht man nicht zu reden, denn Glenmorangie färbt.

Im Mund tritt der 12er kräftig an. Man spürt den Alkohol deutlich, aber im positiven Sinn.
Zartbitterschokolade ist eindeutig zu schmecken. Dann schmeckt man auch das Finish im Portweinfass.
Der Abgang ist mittellang und am Ende ganz leicht bitter, aber angenehm. So mag und kenne ich ihn.

Der 14er kommt nicht ganz so kräftig, aber auch er kann die 46% nicht leugnen.
Der Portwein ist spürbar, aber etwas weniger als beim 12-jährigen.
Auch diese wunderbare Schokoladennote fehlt, allerhöchstens ist sie ganz leicht im Hintergrund.
Dafür hat man deutlich mehr Weinnoten auf der Zunge.
Der Abgang ist ähnlich wie bei 12er.

Nachdem ich die beiden probiert habe kann ich für mich feststellen das der 12-jährige mir etwas lieber ist.
Alleine schon weil er kräftiger rüberkommt und nicht so weich (glattgeschliffen) ist wie der 14-jährige.
Wenn man bei beiden nach dem Charakter des Whisky`s sucht, so hat für mich der „alte“ durchaus mehr davon.

Noch kann man ihn kaufen, aber er wird leider aus den Regalen verschwinden.


Edradour Super Tuscan Batch 3 mit 46 Vol. %

Ein Whisky der schon lange bei mir im Schrank steht. Das bedeutet das ich sehr sparsam mit ihm umgehe.
Sehr schwer ist er zu bekommen und wenn, dann zu einem Preis den man nicht unbedingt ausgeben muss.
Aber seine Grenzen wird ja wohl jeder kennen.

Nase: der typische Distillerie-Charakter steigt in die Nase.
Dazu süße Weinnoten, dunkle süße (Trocken-)Früchte schmeicheln der Nase, der Alkohol ist kaum zu bemerken.
Ganz weich kommt dieser Edradour trotz seiner 46% daher.

Mund: würzig ist er, aber mit einem milden Antritt.
Auch auf der Zunge spürt man den Alkohol kaum.
Jetzt geht es los: Kirschstreusel, Trauben, Kiwi … und alles mit einem Bisquit vereint.
Das macht Spaß.

Abgang:weich und trockenwerdend, aber auch ohne die Süße zu verlieren.
Der Abgang ist mittellang bis lang.
Hoffentlich habe ich noch lange etwas von diesem einzigartigen Whisky aus der ehemals kleinsten Distillerie Schottlands.


Glenlivet 18 43 Vol. %

Ein eleganter volljähriger Single Malt, Standard im Hause Glenlivet

Nase: Sehr würzig, Eiche ist zu spüren allerdings ohne aufdringlich zu sein. Angenehm und leicht
Ein wenig kommt der Alkohol durch. Sehr ausgewogen und auch fruchtig. Schön.

Mund: Leicht prickelt der Alkohol auf der Zunge, aber nicht zu sehr.
Diese wunderbare Würze ist auch auf der Zunge zu spüren. Früchte (ich weiß nicht welche es sind) sind wieder zu spüren.
Man spürt die Eiche im Abgang und auch hier gibt er sich erwachsen.

Abgang: Dieser 18-jährige hat einen mittellangen bis langen Abgang der Lust auf mehr macht.
Man spürt ebenso die Früchte, die Würze und natürlich die Eiche.

Ein Whisky der Spaß macht. Man kann sich viel Zeit lassen und der Nase und dem Gaumen was gönnen.
Ich denke das dieser Glenlivet auch einem Anfänger Spaß macht, natürlich auch einem erfahren Whiskyenthusiasten.

Es hat sich gelohnt mal wieder die Flasche zu öffnen.


Berry Bros $ Rudd Sherry Cask Matured Blended Scotch mit 44,2 vol. % Alkohol

Was für eine Farbe! Diese Farbe verspricht viel. Kann der Blend das halten?

Nase: Sofort Sherry, dunkele und reife Trauben, Obstkuchen, Kompott, Bisquit und ein Hauch Marzipan.
Ein reines Vergnügen. Der Alkohol ist kaum zu spüren. Man möchte riechen und riechen und …. Wunderbar.

Mund: Jetzt spürt man den Alkohol auf der Zunge, ein leichtes prickeln (pfeffrig).
Was man gerochen hat schmeckt man auch. Herrlich. Das soll ein Blend sein? Warum nicht?
Ein Beispiel dafür was mit Whisky möglich ist wenn er in die richtigen Hände gerät.

Abgang: Im Abgang spürt man eine leichte Schärfe, allerdings ist diese nicht unangenehm.
Man hat noch etwas von der Süße des Whisky`s und zum Ende kommt eine leicht metallische Struktur durch.
Das Merkmal einen jungen Whisky ist da, lässt sich aber gut „ertragen“.
Und erst recht für einen Tropfen in der Preisklasse (um 35,- Euro).
Danke für dieses Geburtstagsgeschenk. Den werde ich wohl nachkaufen.


Hibiki Japanese Harmony Blend mit 43 vol. % Alkohol

Zuerst beeindruckt einen die Flasche mit diesem riesigen Korken. Edel sieht die Flasche aus, sehr hochwertig.
Ob der Whisky halten kann was die Aufmachung verspricht?

Nase: Wow. Was für unterschiedliche Fruchtaromen, großartig. Man spürt anfangs ganz leicht den Alkohol in der Nase.
Je länger der Blend mit Sauerstoff in Berührung kommt umso mehr verliert sich der Alkohol, dieser ist sehr gut eingebunden.
Nun wechseln sich Früchte mit floralen Noten und Gewürzen ab. Eine leichte Ingwerschärfe kommt durch

Mund: Es geht so weiter. Fruchtnoten, florale Noten wechseln sich mit den Gewürznoten ab.
Dieses Wechselspiel scheint kein Ende zu nehmen. Dabei ist der Whisky weich und angenehm auf der Zunge, leicht ölig.
Man möchte gar nicht aufhören diese wunderbaren Tropfen zu verriechen und zu trinken.
Ich war schon aufgrund der Aufmachung skeptisch, aber der hier ist einfach TOP.

Abgang: Der Abgang ist mittellang. Der Whisky wärmt ganz leicht und angenehm.
Hierbei gehen die Gewürznöten leicht zurück, es bleibt nur noch die Süße der Früchte bis er langsam verblasst.

Ein wahrer Genuss, nur schade das ich lediglich ein Sample habe, aber immerhin auch diese wirklich edle Flasche.


Vergleich Highland Park 18 (alte Version) mit 43 vol. % Alkohol vs. Cask Orkney von A.D. Rattray mit 46 vol. % Alkohol

Das „Original“ kommt sehr weich in der Nase an. Kein Alkohol zu spüren und kaum Rauch.
Im Mund ist er direkt anwesend.
Das immer wieder erwähnte Heidekraut und der typische feine Rauch
prägen den Brennerei-Charakter von Highland Park.
Süße Sherrynoten liegen über dem leichten Rauch.
Ein Genuss auf der Zunge. Ein mittellanger Abgang lässt einen diesen Malt nicht so schnell vergessen.

Der Cask Orkney 18, bekanntlich ein HP, geht da schon anders zu Werke.
Er ist sofort in der Nase, man spürt als erstes den Alkohol. Nicht unangenehm, aber sehr deutlich.
Man sollte ihm etwas Zeit im Glas lassen (natürlich auch dem HP 18), so tritt der Alkohol etwas in den Hintergrund.
Im Mund überrascht er nicht so wie der HP 18 da er schon in der Nase so präsent ist.
Der Abgang ist ebenfalls mittellang und schön wärmend.

Fazit:
Ein Vergleich der beiden ist nicht leicht, jedenfalls für mich.
Auf der Zunge und im Abgang sind sich beide sehr ähnlich.
Der „alte“ HP 18 ist nur noch schwer zu bekommen und kostet rund 100,- €, meist etwas darüber.
Für etwas über 60,- € bekommt man den Cask Orkney 18 vom unabhängigen Abfüller A.D. Rattray.

Der deutlich günstigere Preis, 3% mehr Alkohol und somit mehr Geschmack würden mich zum Cask Orkney greifen lassen.
Optisch macht weder der Karton noch die Flasche was her, aber er ist ja auch schließlich zum Trinken da. 😉



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